Sonntag, 1. September 2013

Getrieben - Durch Ewige Nacht [Rezension]

Getrieben
Durch Ewige Nacht

von Veronica Rossi

Originaltitel: Through The Ever Night (Under The Never Sky #2)
Deutscher Titel: Getrieben - Durch Ewige Nacht
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 364
Preis als Hardcover: 17,95 € [DA] | 13,50 € [EA]
Preis als Taschenbuch: -/- [DA] | 7,40/8,00 € [EA]
Preis als Kindle Edition: 12,99 € [DA] | 5,49 € [EA]
Leseprobe: Getrieben - Durch Ewige Nacht

Über die Autorin

Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte.

Beschreibung

Endlich haben Aria und Perry seinen Stamm erreicht. Doch seine Leute trauen Aria nicht. Um den Anfeindungen zu entfliehen, macht sie sich gemeinsam mit Roar auf die Suche nach der Blauen Stille, dem Ort, an dem alle Ätherstürme ruhen und der auch Perrys Stamm retten kann. Während ihrer Abwesenheit taucht Kirra, die Anführerin eines befreundeten Stammes auf. Wird Perry ihren Annäherungsversuchen widerstehen?

Rezension


"Getrieben - Durch Ewige Nacht" ist der zweite Band der Trilogie um Aria und Perry.

Obwohl ich den Vorgängerband "Gebannt - Unter Fremdem Himmel" nicht unbedingt als Highlight betitelt hätte, hatte ich doch solide Erwartungen an den zweiten Band gestellt.

In der Geschichte geht es leider nicht richtig weiter. Wie aus Band 1 abzusehen, ist Perry neuer Anführer der Tiden geworden und Aria versucht nach wie vor die selbstlose Heldin zu spielen, indem sie das Paradies der Blauen Stille sucht. Das ist im Prinzip auch schon alles, worum es geht.
Perry versucht händeringend sich den Respekt seines Stammes zu verdienen und Aria wandert durch das Ödland und die Wildnis um den Garten Eden zu finden. Dazu kommt noch, dass sie von Hess erpresst wird und Roar (Perrys bester Freund) nach seiner großen Liebe sucht ...

Der Plot plätschert buchstäblich nur so vor sich hin. Auf knapp 350 Seiten (deutlich weniger als Band 1!) erleben wir hauptsächlich Ätherstürme, Raubüberfälle und gänzlich unnötige und an den Haaren herbeigezogene Eifersuchtskisten. Erst auf den letzten 30-40 Seiten passiert (endlich) auch mal wieder plotrelevantes, wobei das "Ende" so schnell über die Bühne gebracht wird, dass es nicht wirklich beim Leser ziehen kann. Man hat sich also durch knapp 300 mehr oder weniger öde Seiten gekämpft, um mit diesem absolut nicht zufriedenstellenden Ende belohnt zu werden? An diesem Punkt werden wohl viele, die das Buch ebenfalls gelesen haben, aufschreien, aber in meinen Auge wird das Ende weder den Charakteren noch der eigentlich interessanten Hintergrundidee gerecht.

Dazu kommen auch noch total naive, berechenbare und unwichtige Charaktere. Wo Perry und Aria im ersten Band eigentlich noch wirklich sympathisch und liebenswert waren, wirken beide nun nur noch blass und fast schon unscheinbar. Beide haben kaum noch wirkliche Persönlichkeiten und laufen zum Teil recht planlos durchs Leben.
Einzig über Cinder erfahren wir ein paar mehr Eckdaten, was jedoch kaum ins Gewicht fallen kann. Die restlichen, zum Teil neuen Nebencharaktere bleiben auch recht blass, was aber neben Aria und Perry kaum auffällt. Das ist sehr schade, denn Soren, Liv, Kirra und co. hätten wirklich Potenzial gehabt.

Zusätzlich legt der Schreibstil meiner Meinung nach auch eine ganze Schippe Drama und Kitsch oben drauf. Besonders die Aria/Perry-Selbstfindungstrips waren zeitweise einfach zu viel des Guten ... Ausführlichkeit und Detailreichtum in allen Ehren ...

Ohnehin wirkt dieser zweite Band eher gezwungen, aufgesetzt und in die Länge gezogen (Bei knapp 350 Seiten wirklich eine Kunst). Da die Reihe eine Trilogie ist, glaube ich fest daran, dass dieser Band ein erzwungener Überbrückungsband darstellen soll. Konflikte und Plot wirken so offensichtlich ausgeweitet, dass wohl jeder auf diese Schlussfolgerung kommen sollte ...

"Getrieben - Durch Ewige Nacht" ist im Endeffekt kein schlechtes Buch, enttäuscht im Vergleich zu seinem recht guten Vorgänger aber auf ganzer Linie. Der Plot plätschert nur vor sich hin, der rote Faden ist kaum vorhanden, die Charaktere scheinen auch nicht recht zu wissen, was sie mit sich anfangen sollen und das eigentlich wichtige Ende rauscht auf geführt 20 Seiten an uns vorbei. Ohnehin fühlt sich fast das gesamte Buch an, was wäre es buchstäblich an den Haaren herbeigezogen worden. Ich setze alle meine Hoffnungen in einen dafür entschädigenden dritten Band ...

Wertung

Story: 2/5
Charaktere 2/5
Sprache/Schreibstil: 3/5
Emotional: 1,5/5
Endwertung: 2,125
Altersempfehlung: ab 14 Jahren



♦ ♦ ♦ ♦ ♦

Kommentare:

Wonder_ hat gesagt…

Mir hat das Buch super gefallen, ich kann deine Kritik aber durchaus nachvollziehen ;)
lG,
Svenja

Diana Koller hat gesagt…

Hey :) Ich hab dich für: Ich möchte unbedinkt lesen - getagt :) Ich hoffe du machst mit - Lg :*

http://traumlesen.blogspot.de/2014/02/tag-ich-mochte-unbedinkt-lesen.html

Tine hat gesagt…

Wow, hab noch nie so neg Meinungen über die Reihe gesehen. Ich finds immer toll, neg Rezis zu Büchern zu lesen, die der Mehrheit gefallen haben. Jetzt bleibt die Reihe erstmal weiterhin auf meiner WL ;)
Ich hab dich übrigens getaggt, würde mich freuen, wenn du mitmachst: http://buchstabengefluester.blogspot.de/2014/04/tag-unter-200-follower.html

lg. Tine =)